Mietminderung wegen Schimmelpilzbefalls nur bei Baumängeln

Hat ein festgestellter Schimmelpilzbefall seine Ursache nicht in einem Baumangel (z.B. Wärmebrücken, mangelhafte Isolierung), worüber zunächst durch Einholung eines Sachverständigengutachtens Beweis zu erheben ist, steht fest, dass der Mieter den Mangel durch eine vertragswidrige Nutzung verursacht hat. Hierzu gehören insbesondere eine unzureichende Lüftung bzw. Beheizung der Räume.

An das Heiz- und Lüftungsverhalten der Mieter werden zum Teil sehr unterschiedliche Anforderungen gestellt. Einig sind sich die Gerichte jedoch darin, dass das Schrägstellen der Fenster (Kipplüftung) nicht genügt, da dabei kein nennenswerter Luftaustausch stattfindet. Es reiche jedoch, morgens und abends 20 bis 30 Minuten alle Fenster weit zu öffnen. Auch ein ständiges Auskühlenlassen der Räume stellt eine vertragswidrige Nutzung dar.

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Hat der Mieter den Schimmelpilzbefall und somit den Mangel der Räume verursacht, ist eine Mietminderung ausgeschlossen. Zudem ist der Mieter zum Schadenersatz verpflichtet, was insbesondere die Sanierungskosten beinhaltet.

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